WORKSHOPS
 

Freitag 2010-03-05

   
  1 Dr. Luise Lutz
Teil 1: MODAK
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   

 
     
  2 Dr. Klaus Schlenck, Heidi Stiehl
Diagnostik und Therapie von Restaphasie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Referenten:
Klaus-Jürgen Schlenck, Fachklinik Enzensberg
Heidi Stiehl,  Aphasikerin

Patienten mit Restaphasien schildern häufig sprachliche Probleme, die mit herkömmlichen diagnostischen Mitteln nur schwer zu objektivieren sind. Einerseits laufen solche Patienten Gefahr, durch unsere diagnostischen „Raster“ zu fallen, anderseits führen Restaphasien nicht selten zu überraschend hohem Leidensdruck und zu Problemen bei der beruflichen Wiedereingliederung.

Es stellt sich also das Problem, mit vertretbarem Aufwand die Störung richtig zu erkennen und einzuschätzen und dann geeignete Therapiemethoden zu finden. Aus Sicht der betroffenen Patienten gelingt dies in der Praxis häufig nicht. Frau Stiehl wird dieses Problem aus Sicht einer Betroffenen schildern und Ihre Erfahrungen als Patientin und als Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Aphasiker einfließen lassen.

Anhand umfangreicher statistischer Daten aus den Jahren 1990 bis 2005 werden verschiedene Untertypen restaphasicher Störungen vorgestellt und analysiert. Ausführlich soll die Auswirkung der einzelnen Restsymptome auf Alltag und Beruf besprochen werden, wobei auch zur Problematik der beruflichen Wiedereingliederung eigene Daten vorgestellt werden. Anhand dieser Erkenntnisse wird eine Vorgehensweise zum Screening von Restaphasien vorgeschlagen und verschieden Trainingsmethoden werden diskutiert.


 
     
  3 Holger Grötzbach
Teil 1: ICF - Konsequenzen für die Aphasietherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Die „International Classification of Funtioning, Disability and Health“ (ICF) wurde 2001 als international verbindliche Klassifikation von Krankheitsfolgen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabschiedet. Das Neue an der ICF ist, dass sie Erkrankungen als Zusammenspiel bio-psycho-sozialer Faktoren beschreibt.

In der Fortbildung wird zunächst erläutert, warum die ICF notwendig ist. Sie führt dann in das Modell der ICF ein. Dabei werden die Konsequenzen diskutiert, die sich aus der Umsetzung des Modells für die Rehabilitation von Personen mit einer Aphasie ergeben. Zu ihnen gehören neue Wege bei der Bestimmung von Therapiezielen, eine aktivitäts- und partizipationsorientierte Diagnostik und eine kontext-sensitive Aphasietherapie. Die Konsequenzen führen zu einer veränderten Rolle von Aphasietherapeuten: Statt einen Patienten durch die Rehabilitation zu führen, begleiten sie ihn mit ihrer klinischen Expertise. Sowohl die Konsequenzen als auch die Veränderungen werden mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt.


 
     
  4 Claudia Sedlmeier
Gestentraining bei schweren Aphasien
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
In diesem Workshop werden zwei Therapieansätze vorgestellt: ein basales Gestentraining, bei dem die Gesten zur nonverbalen Kommunikation eingesetzt werden sollen und ein Therapieansatz, bei dem die Gesten die Sprachäußerung semantisch triggern. Es wird besprochen, welche Voraussetzungen aphasische Patienten für das jeweilige Training mitbringen müssen, und die Vorgehensweise wird anhand vieler Videoausschnitte aus der Therapiesituation veranschaulicht.


 
     
  5 Maria Geißler, Silke Winkler
PACE, CIAT... Und was nun? Traditionelle und aktuelle Therapiekonzepte in ihrer Anwendung in der Gruppentherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmer mit traditionellen und aktuellen Konzepten zur Durchführung von Gruppentherapie bekannt zu machen. Hierzu werden im Workshop sowohl Therapiekonzepte vorgestellt, die direkt für die Anwendung in der Gruppe konzipiert wurden als auch solche, die ursprünglich für die Einzeltherapie entwickelt wurden, sich aber gut in der Gruppe anwenden lassen. Die theoretischen Grundkonzepte der einzelnen Verfahren werden erarbeitet und sollen in praktische Übungen auf die Anwendung im Therapiealltag vorbereiten. Damit wendet sich der Workshop an Teilnehmer, die wenig Erfahrung im Bereich der Gruppentherapie haben, Grundlagen erlernen möchten und die praktische Anwendbarkeit üben möchten.

Kontaktadresse:
Maria Geißler
Europa Fachhochschule Fresenius
FB Gesundheit
Limburger Str. 2
65510 Idstein
geissler@fh-fresenius.de

 
     
  6 Robert Darkow und Irmgard Radermacher
Erstellen von PC-Therapieübungen leicht gemacht
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Verbringen Sie auch viel Zeit mit der Suche nach geeignetem Therapiematerial für Ihre Patienten?
Möchten Sie nicht auch mal andere Medien (Audio-, Video-Clips) in Sprach¬übungen einbinden?
Wir demonstrieren Ihnen, wie Sie mit kostenlosen bzw. weit verbreiteten und leicht bedienbaren Programmen (z.B. Word, PowerPoint und weiteren speziellen Programmen wie CourseLab) kleine oder große Übungen erstel¬len können. Weiterhin zeigen wir, wie Sie einfach, schnell und legal Audio- und Videomaterial nutzen und bearbeiten können.
Sie sehen Übungen für alle Modalitäten und Schweregrade, die sie sowohl innerhalb der Therapie als auch für das Heimtraining der Patienten einset¬zen können. Neues individuell abgestimmtes Material für den PC steigert sowohl die Motivation der Patienten als auch Ihre eigene.
Zum Workshop erhalten Sie ein ausführliches Script mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für viele Übungen und außerdem eine CD mit den kosten¬losen Programmen, die im Workshop behandelt werden.
 
     
  7 Angelika Bauer
Partizipation und Kooperation - neue Konzepte für eine alltagsorientierte Aphasietherapie?
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Mit dem Einzug des funktionalen Gesundheitsmodells der WHO (ICF 2000) sind Alltags- und Partizipationsorientierung zu Maßgaben geworden, denen die Aphasietherapie gerecht werden soll. Während linguistische und neurolinguistische Therapieansätze über recht klare Bezugsgrößen verfügen (das geregelte System der Sprache bzw. die Sprachverarbeitung, wie sie z.B. mit Hilfe des Logogenmodells skizziert wird), stehen uns für die Konzepte Alltag (sprachlicher Alltag) und Partizipation (an sprachlichen Aktivitäten) keine in ähnlicher Weise strukturierten 'Modelle' zur Verfügung, die die Erarbeitung von relevanten Therapiezielen erleichtern könnten.
Anhand von Beispielen aus dem Gesprächsalltag einiger von schweren Aphasin betroffenen Familien, sollen in diesem workshop die genannten Konzepte (Alltag, Partizipation) präzisiert werden, um dann anhand dieser Überlegungen mögliche Ansatzpunkte und Ziele einer therapeutischen Intervention abzuleiten. Im Kontext einer alltags- und partizipationsorientierten Therapie gilt es nicht nur mit den Betroffenen zusammen zu arbeiten, sondern sie als Experten für ihren Alltag mit Aphasie zu sehen und von und mit ihnen zu lernen. Therapeut/innen soll in dieser Herangehensweise eher als 'Coach' gesehen werden, denn als (besser) wissende Berater/innen.


 
     
  8 Barbara Benz
Aphasie im Kontext des neuropsychologischen Störungsbildes
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Referentin:
Barbara Benz

Die Symptome von Patienten mit Aphasien bzw. posttraumatisch erworbenen, zentral be-dingten Sprachstörungen entsprechen häufig nicht den Kriterien gängiger logopädischer Testverfahren, die anhand vaskulär verursachter Aphasien entwickelt wurden, zudem
leiden diese Patienten in der Regel auch noch an anderen neuropsychologischen Funktions-beeinträchtigungen.
 
Die diagnostischen Ansätze der Logopädie und der klinischen Neuropsychologie  unter-scheiden sich in einem  grundsätzlichen Aspekt.  Erstere ist auf den umschriebenen Bereich der Sprache und des Sprechens spezialisiert  und stützt sich für die Diagnosestellung auf vorgegebene Trennwerte, die an möglichst repräsentativen Gruppen normiert wurden.  Fällt das Ergebnis eines einschlägigen Testverfahrens in den Extrembereich der Normgruppe,  wird die entsprechende Diagnose gestellt; das kann z.B. der Fall sein, wenn nur 5% oder weniger der (gesunden) Bezugsgruppe eine ebenso schwache Testleistung erbringen, oder wenn „aphasiespezifische“ Fehler auftreten.

Demgegenüber beruft sich die klinische Neuropsychologie auf Differenzen  innerhalb des individuellen Leistungsbildes – das gesamte Leistungsprofil des Einzelnen wird berücksichtigt und bildet hier das relevante Bezugssystem. Auch eine „noch eben durchschnittliche“ Testleistung in sprachgebundenen Verfahren kann somit, bei einem nachgewiesen über-durchschnittlich befähigten Patienten,  auf eine eingetretene Störung hinweisen. Damit kann es beim einzelnen Patienten zwischen beiden Berufsgruppen durchaus zu einer unterschied-lichen Bewertung kommen, was die Beeinträchtigung der sprachlichen Fertigkeiten betrifft.

Bei enger Zusammenarbeit zwischen Logopädie und klinischer Neuropsychologie lässt sich aber gerade aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Sichtweisen die bestmögliche Therapie für den Patienten ableiten. Dabei erweisen sich auch von Luria und Mitarbeitern  vorgestellte Beschreibungen als hilfreich.
An ausgewählten Einzelfällen aus der über 20-jährigen Erfahrung der Workshopleiterin soll  demonstriert werden, wie im Einzelfall  die Gesamtsicht des Störungsbildes und eine gut aufeinander abgestimmte logopädische und neuropsychologische Therapie die neurologische Rehabilitation von Patienten mit erworbenen Störungen der sprachlichen Fertigkeiten optimieren können. Ein besonderer Schwerpunkt ist die kindliche Aphasie mit  dem langfris-tigen Entwicklungsrisiko bei diesem Störungsbild, welches ebenfalls mit Befunden aus Diag-nostik, Rehabilitations- und Langzeitverlauf bei konkreten Einzelfällen dargestellt wird.


 
     
  9 Melanie Kubandt
Aphasie bei Kindern und Jugendlichen - eine Einführung
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Lange Zeit wurde das Thema „Aphasie“ nur im Kontext erwachsener Patienten untersucht. So ist Aphasie bei Kindern und Jugendlichen sowohl in der Forschung als auch in der Selbsthilfe bis heute inhaltlich unterrepräsentiert. Erst seit wenigen Jahren erfolgt eine vermehrte Thematisierung des auch in Fachkreisen eher unbekannten Phänomens. Daher wird in diesem Workshop das vernachlässigte Thema der kindlichen Aphasien von Grund auf bearbeitet. Aspekte wie historischer Hintergrund, Ätiologie, Klassifikationsbemühungen, Interventionsmöglichkeiten sowie aktuelle Entwicklungen stehen dabei in Form eines Vergleichs zu Aphasien im Erwachsenenalter im Mittelpunkt. Den Teilnehmern soll anhand dieses Seminars ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Aphasie im Kindes- und Jugendalter gewährt sowie gemeinsam Fragestellungen aus der Praxis bearbeitet werden.


 
     
  10 Sabine Ell
Mit der Kommunikationshilfe quer durch Würzburg
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Nach einer kurzen Einführung ziehen wir direkt los und es geht mit verschiedenen Kommunikationshilfen quer durch die Stadt. Mit den Geräten gehen wir einkaufen, bestellen in einer Kneipe und fragen nach dem Weg. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. In einer gemeinsamen Abschlussrunde werden die persönlichen Erfahrungen und die Reaktionen der Gesprächspartner zusammengetragen und der praktischen Einsatz der Kommunikationsgeräte diskutiert.
 


 
     
  11 Markus Mende und Sabine Corsten
Phonologisch basierte Sprachverständnisstörung - Diagnostik und Therapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   

 
     
  12 Ilona Rubi-Fessen
Ist das mein Patient?? - Grenzfälle der Sprachtherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   
In der Klinik, aber auch in der logopädischen Praxis sehen sich viele SprachtherapeutInnen mit Patienten konfrontiert, die zwar eindeutig laut- oder schriftsprachliche Probleme haben, jedoch nicht in das typische Bild der Aphasien passen. Teilweise haben die Patienten lediglich Schwierigkeiten auf höheren Verarbeitungsebenen wie etwa auf Textebene, bei manchen Patienten ist nicht abzugrenzen, inwieweit visuelle Probleme das Lesen beeinflussen. Diese Patienten werden häufig zwischen Sprachtherapie und Neuropsychologie hin- und her geschoben, da sich keine Berufsgruppe zuständig fühlt. Aus diesen „Grenzfällen“ der Sprachtherapie sollen im Workshop exemplarisch zwei Störungsbilder, die zentralen nicht-aphasischen Sprachstörungen und die reine Alexie vorgestellt werden. Neben einem theoretischen Überblick werden vor allem (differenzial-)diagnostische und therapeutische Möglichkeiten aufgezeigt und anhand von Fallbeispielen Beispiele für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Sprachtherapie und Neuropsychologie demonstriert.


 
     
  13 Prof. Dr. Helmut Teichmann, Anja Zscheile
FÄLLT AUS! * Ethische Aspekte bei der Festlegung von Aphasiezielen in der Sprachtherapie * FÄLLT AUS!
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   

 
     
  14 Ingrid Aichert, Anja Wunderlich
Sprechapraxie - Grundlagen zur Theorie, Diagnostik und Therapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   
Einführend wird der Symptomkomplex der Sprechapraxie dargestellt sowie die Abgrenzung von aphasischen und dysarthrischen Störungen vorgenommen. Nach einer Diskussion des Pathomechanismus werden als diagnostische Möglichkeiten die Spontansprachanalyse und ein systematisches Prüfverfahren vorgestellt. Schließlich wird ein umfassender Überblick zu Interventionsmöglichkeiten gegeben.


 
     
  15 Mirko Hiller
Teil 1: Effektives Trachealkanülenmanagement - von der Diagnostik bis zur Dekanülierung und oralen Nahrungsaufnahme sowie pflegerische Aspekte der Trachealkanülenversorgung
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   
Evidenzbasiertes Vorgehen in der Therapie – definiert als gewissenhafte, explizite und vernünftige Anwendung der besten medizinisch-therapeutischen Intervention - spielt eine immer bedeutendere Rolle im klinisch-therapeutischen Alltag.
Evidenz und klinische Erfahrungen sollen Ärzte, Therapeuten und Pflegende unterstützen, optimale klinische Entscheidungen zu fällen und veraltete und widerlegte Ansätze im medizinisch-therapeutischen Vorgehen verhindern.
Nach Schlaganfall ist der Patient von einer Reihe neurologischer Defizite betroffen. Ca. 25% aller Schlaganfallpatienten leiden an einer  Dysphagie. Diese schwere Erkrankung erschwert zudem den Beginn der Sprach- und Sprechtherapie.

Ein Leben mit Trachealkanüle bedeutet für den Patienten einen großen Verlust an Lebensqualität.
Ziel des professionellen Trachealkanülenmanagements ist die Dekanülierung oder zumindest eine optimale Kanülenversorgung. Fehler oder Nachlässigkeiten im Umgang mit Trachealkanülenpatienten können für diesen verheerende gesundheitliche Folgen haben. Effizientes, strukturiertes diagnostisches Vorgehen und Therapieplanung unter Beachtung der aktuellen Studienlage und wissenschaftlichen Erkenntnisse kann das Therapieoutcome und die Rehabilitationskosten maßgeblich beeinflussen.

Dieser Workshop gibt einen umfassenden Überblick zur strukturierten Diagnostik und zum evidenzbasierten Vorgehen in der Therapie von Schluckstörungen, wobei der Focus auf dem aktuellen Stand des klinischen Managements bei tracheotomierten Patienten liegen soll.


Inhalte des Workshops:
-Indikationen für und Risiken bei Tracheotomie
-Wirkungsweise von Trachealkanülen mit und ohne Blockung
-Möglichkeiten der medizinischen Basisversorgung und des Trachealkanülenmanagements
-mögliche Komplikationen
-Indikation zur Dekanülierung – Vorgehensweise
-Wichtige Hinweise zum Überleitungsmanagement
-Beratung von Patienten und Angehörigen

Fallbeispiele des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bis hin zur Dekanülierung, eine große Auswahl an Trachealkanülen sowie ein umfangreiches Sortiment an Hilfsmitteln sollen den Lernprozess unterstützen.
Bezugsadressen, Firmenkontakte und Informationsmaterial werden gestellt.

Kontakt:
Mirko Hiller, MSc / Neurorehabilitation
Logopäde, Schwerpunkt Dysphagie
Böcklinstraße 01
99096 Erfurt
Mail: kontakt@dysphagie-seminare.de

 
     
  16 Xandi Schütz und Gaby Auer
Angehörigenarbeit bei Aphasie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   
Die Workshop-Leiterinnen nähern sich dem Thema „Angehörigenarbeit bei Aphasie“ aus zwei unterschiedlichen Perspektiven:  Gaby Auer ist  Ehefrau eines  aphasischen Mannes und Vorstandsmitglied im Aphasie Landesverband Bayern. Sandra Schütz ist  Sprachheilpädagogin und beschäftigt sich mit Aphasie und Angehörigen aus therapeutischer und wissenschaftlicher Sicht. Der Workshop soll Therapeuten und Studierenden sowie Angehörigen und Betroffenen Raum für Erfahrungsaustausch geben, Ansatzpunkte für Möglichkeiten der Angehörigenarbeit bei Aphasie in Klinik und Praxis liefern, sowie die Brücke zur Bedeutung und Arbeit der Aphasie-Selbsthilfe schlagen.


 
     
  17 Dr. Hans Molitor und Simone Fuchs
Epilepsie nach Schlaganfall - medizinische, rechtliche und psychosoziale Aspekte
 
   
Zielgruppe: Aphasiker und Angehörige
 
   
Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen von der weltweit ca. 1% aller Menschen betroffen sind. Ursachen hierfür können Schädel-Hirn-Erkrankungen sein. In dem Workshop erhalten Sie Informationen über Anfallsformen, Diagnostik, Therapie und Prognose bei Epilepsie. Neben diesen rechtlichen Fragestellungen wird auf soziale und rechtliche Probleme eingegangen, die mitunter schwerwiegender sein können als die Erkrankung selbst.


 
     
  18 Annette Weimer
Ich will mein altes Leben zurück! Krankheitsverarbeitung nach einem Schlaganfall
 
   
Zielgruppe: Aphasiker und Angehörige
 
   
In dem Workshop, der sich bewusst an Angehörige und Betroffene wendet, werden Phasen der Krankheitsverarbeitung, Veränderungen in der Partnerschaft und der Familie, Konsequenzen hinsichtlich der beruflichen Wiedereingliederung sowie Auswirkungen auf soziale Kontakte besprochen und thematisiert. Zwei Betroffene Aphasiker werden anwesend sein, um sich mit den Teilnehmern auszutauschen und ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten.


 
     
  19 Petra Houy und Beatrix Schulte
Literatur und Poesie bei Aphasie - Bildergeschichten in der Gruppe erleben
 
   
Zielgruppe: Aphasiker, Therapeuten und Interessierte
 
   
Haben Sie Lust, etwas Neues in Ihrem Bereich, Arbeitsplatz oder Selbsthilfegruppe auszuprobieren?
Möchten Sie in eine Geschichte eintauchen, sich fesseln lassen und auf Entdeckungsreise gehen?!
Wir laden die Patienten der Aachener Aphasiestation seit 7 Jahren jede Woche zu einer Entdeckungsreise ein und möchten diese Erfahrungen mit Ihnen teilen.
Wir stellen Ihnen in diesem Workshop anhand eines authentischen Ablaufs unsere Literaturgruppe vor.
Wir lesen gemeinsam eine poetische Geschichte, lassen uns von ihr inspirieren, kommen ins Gespräch und sehen, wohin uns diese neue Welt zaubert.

Individuell ausgewählte, erlebniszentrierte Texte erwecken unsere Phantasie und inspirieren zu neuen Gedanken und Sichtweisen
Geschichten bieten die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer zu lernen.

Ihnen werden die theoretischen Hintergründe, die zu diesem Projekt führten, veranschaulicht.
Vielleicht werden Sie angeregt, dass eine solche Gruppe auch in Ihrem Bereich entstehen kann.





 
     
  20 Dagmar Amslinger
Aphasie, Musik und Gesang
 
   
Zielgruppe: Aphasiker und Angehörige
 
   
Gemeinsam singen bereitet vor allem Freude und bringt die Seele zum Schwingen. Musik ist die Brücke, verborgene Fähigkeiten wieder in Bewegung und an die Oberfläche zu bringen. Wir erleben dies gemeinsam: sichtbar und hörbar.

Kontakt:
Dagmar Amslinger, BRA-Geschäftsführerin
Bundesverband Aphasie
Wenzelstraße 19
97084 Würzburg
Telefon: 0931.25 01 30-30                    


 
     
  21 Heike Frankenberger
Schwimmen mit Halbseitenlähmung
 
   
Zielgruppe: nur Aphasiker!
 
   

 
     
  22 Dr. Monika Jungblut und Christiane Mais
Musikunterstützte Sprachanbahnung und Kommunikationstraining
 
   
Zielgruppe: nur Aphasiker!
 
   
Dieses Angebot wendet sich speziell an schwer betroffene Broca- und Globalaphasiker, auch mit Sprechapraxie. Im Vordergrund steht zunächst die spielerische Kommunikation auf Instrumenten, die jeder ohne musikalische Vorbildung spielen kann. Vergleichbar mit der sprachlichen Kommunikation, werden im Einzel-, Duo- und Gruppenspiel grundlegende Fähigkeiten des Austauschs miteinander erarbeitet.
Die sprachliche Kommunikationsgruppe greift diesen Ansatz auf, in dem u. a. in kurzen Rollenspielen den Patienten die Möglichkeit des freien Sprechens gegeben wird. Dies geschieht im Schonraum der Gruppe, um das Erlernte unter Gleichbetroffenen ausprobieren zu können.

Diese Kombination wird im Institut für interdisziplinäre Musik- und Sprachtherapie in Essen seit einiger Zeit sehr erfolgreich angeboten.


 
     
  23 Kari Bottke
FÄLLT AUS! * Weben mit einer Hand * FÄLLT AUS!
 
   
Zielgruppe: Aphasiker (Achtung: 4-stündig!)
 
   

An verschiedenen Webstühlen, - alle behindertengerecht - kann man mit unterschiedlichen textilen Materialien etwas eigenes herstellen. Es gibt Möglichkeiten und Herausforderungen sowohl für blutige Anfänger wie auch für geübte WeberInnen. Nach Wunsch kann die Webarbeit am Stand in der Ausstellung fortgeführt werden.


 
     
 

Samstag 2010-03-06

   
  24 Dr. Luise Lutz
Teil 2: MODAK
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   

 
     
  25 Holger Grötzbach
Teil 2: ICF - Konsequenzen für die Aphasietherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Die „International Classification of Funtioning, Disability and Health“ (ICF) wurde 2001 als international verbindliche Klassifikation von Krankheitsfolgen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabschiedet. Das Neue an der ICF ist, dass sie Erkrankungen als Zusammenspiel bio-psycho-sozialer Faktoren beschreibt.

In der Fortbildung wird zunächst erläutert, warum die ICF notwendig ist. Sie führt dann in das Modell der ICF ein. Dabei werden die Konsequenzen diskutiert, die sich aus der Umsetzung des Modells für die Rehabilitation von Personen mit einer Aphasie ergeben. Zu ihnen gehören neue Wege bei der Bestimmung von Therapiezielen, eine aktivitäts- und partizipationsorientierte Diagnostik und eine kontext-sensitive Aphasietherapie. Die Konsequenzen führen zu einer veränderten Rolle von Aphasietherapeuten: Statt einen Patienten durch die Rehabilitation zu führen, begleiten sie ihn mit ihrer klinischen Expertise. Sowohl die Konsequenzen als auch die Veränderungen werden mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt.


 
     
  26 Frank Ostermann
Das Störungsbild “Globale Aphasie“
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Mein Seminar wendet sich an  Auszubildende, Studenten und Therapeuten im Berufsanfang und soll einen Überblick über das Störungsbild und seine Symptome geben. Ich möchte einen diagnostischen Baukasten und verschiedene verbale und nonverbale Behandlungsansätze vorstellen. Allerdings muss dabei auf die eng begrenzten sprachsystematischen Fortschritte hingewiesen werden. Deshalb kommt den kompensatorischen Mitteln eine besondere Bedeutung zu; dabei sind besondere Wirkmechanismen zu beachten. Schließlich möchte ich hervorheben, dass die Verständigung zwischen Menschen mit/ohne Aphasie ein kooperatives Produkt aller Gesprächsteilnehmer ist und dass bei Menschen mit einer globalen Aphasie eine größere Sorgfalt einzuhalten ist.


 
     
  27 Simon Friede
Diagnostik und Therapie von Aphasie bei Kindern und Jugendlichen
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Im Workshop soll grundlegendes Wissen über Aphasie bei Kindern und Jugendlichen erarbeitet und vermittelt werden. Ursachen und Symptome werden vorgestellt, sowie die komplexen Bereiche der Diagnostik und Therapie vorgestellt, erarbeitet und diskutiert werden.
Anhand von zahlreichen Fallbeispielen (auch Videodemonstration) werden (praxisorientierte) Einblicke in die Arbeit mit aphasischen Kindern und Jugendlichen gegeben.
Aphasie bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor vielen unbekannt. Häufig wird sie nicht erkannt oder vernachlässigt. Auch herrscht immer noch die (inzwischen als nicht mehr aktuell angesehene) Meinung vor, dass sie eine sehr gute Prognose habe und sich von alleine zurückbilden würde.
Die Schädigung des Gehirns (mit der möglichen Folge einer aphasischen Sprachstörung) bei Kindern und Jugendlichen tritt mitten in der Entwicklungsphase ein. Dadurch sind sowohl die Diagnostik als auch Therapie und Prognose zu der von Erwachsenen verschieden. Auf Grund der traumatischen Schädigung des Gehirns liegen meist diffuse Läsionen (anders als beim Schlaganfall, hier meist klar umschriebene Läsion) und verschiedene andere (z.B.: motorische, neuropsychologische,…) Beeinträchtigungen vor. Betroffen können alle sprachlichen Fähigkeiten (z.B.: Sprachproduktion, Sprachverständnis, schriftsprachliche Fähigkeiten,…) in unterschiedlichem Schwergrad sein.
Die Kinder und Jugendlichen befinden sich noch im (Schrift-) Spracherwerb. Diese Entwicklung (auch die Gesamtentwicklung) kann durch die Hirnschädigung deutlich beeinträchtigt werden.
Die Aphasie im Kindes- und Jugendalter hat zum Teil schwerwiegende Auswirkungen auf die weitere (sprachliche) Entwicklung, sowie die Wahl von Schule und Beruf.
Auch für die Familie und das soziale Umfeld hat die plötzliche Sprachstörung des Kindes/Jugendlichen Konsequenzen.


Zu meiner Person:
Simon Friede, B.Sc.
absolvierte seine Ausbildung zum Logopäden an der Lehranstalt für Logopädie am Universitätsklinikum Aachen.
Er arbeitet seit 11/2002 in der St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch. Sein Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten der Neuropädiatrie.
Im März 2009 schloss er den „Bachelor of Science, Logopädie“ an der RWTH Aachen ab.
Seit 04/2009 studiert er berufsbegleitend „Master of Science, Lehr- und Forschungslogopädie“ an der RWTH Aachen.

Vorträge zum Thema „Sprachentwicklung“ sowie „Aphasie bei Kindern und Jugendlichen“ u.a. auf der RehaCare (Messe, Düsseldorf) sowie für den Bundesverband für Aphasie (BRA, Würzburg).

Entwicklung der Broschüre „Vom Säugling zum Erwachsenen – die Entwicklung der Sprache“ (Eigendruck der St. Mauritius Therapieklinik).


 
     
  28 Barbara Elferich
F.O.T.T.® - ein interdisziplinäres Behandlungskonzept in der Neurohabitilation
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Die Therapie des Facio-Oralen Trakts (F.O.T.T.®) wird in der Behandlung von Patienten mit erworbenen Hirn¬schä¬di¬gungen in den verschiedenen Rehabilitationsphasen sehr erfolgreich eingesetzt.
Dieser Ansatz setzt bei der Behandlung von erwachsenen neurologischen Patienten  „rund um die Uhr“ auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit im multiprofessionellem Team.
Die TeilnehmerInnen aus der Therapie haben in diesem Workshop die Möglich¬keit, einige der Arbeitsgebiete des Behandlungs¬ansatzes, wie das Thema Nahrungsaufnahme und Mundhygiene mit dem spezifischen Handling der F.O.T.T. kennen zu lernen.

Arbeitsweise
Theoretische (Vortrag, Videopräsentation) und praktische (Selbsterfahrung, Partnerarbeit)  Vermittlung des Behandlungskonzepts im Umgang mit dem neurologischen Patienten.
TeilnehmerInnen

Literatur zum Konzept:
Nusser Müller Busch (Hrg.)2.Aufl.(2007) Die Therapie des Facio- Oralen Trakts–F.O.T.T. nach Kay Coombes. Springer Verlag, Berlin-Heidelberg

Gratz C, Müller D (1999) Die Therapie des Facio-Oralen Traktes bei neurologischen Patienten. Schulz-Kirchner, Idstein

Weitere Literatur : s. www.formatt.org > Literatur


 
     
  29 Annette Weimer
Angehörigenberatung während der stationären Aphasietherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (B) Basiswissen
 
   
Die Angehörigenberatung hat in der Aphasietherapie einen hohen Stellenwert. In dem Workshop wird das Angehörigenseminar der Aachener Aphasiestation vorgestellt. Zielsetzung und Aufbau des Seminares werden ebenso erläutert wie die inhaltlichen Themen in der Angehörigenberatung.
 
     
  30 Maria Geißler und Silke Winkler
FÄLLT AUS! * Therapieevaluation von Gruppentherapie * FÄLLT AUS!
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   
Seit einigen Jahren besteht die verstärkte Forderung der Kostenträger, die Wirksamkeit der eigenen Therapie nachzuweisen. Außerdem möchten Therapeuten natürlich wissen, ob die genutzte Form der Gruppentherapie für einen bestimmten Patienten sinnvoll ist.
Durch die komplexen Bedingungen und unterschiedlichen  Wirkfaktoren in einer Gruppe, wird die Überprüfung von Therapieeffekten in Gruppenbehandlungen erschwert. Trotzdem gibt es einfache Evaluationsmöglichkeiten für die eigene Therapie. Ausgehend von den besonderen Bedingungen einer Gruppe werden diese Möglichkeiten vorgestellt, diskutiert und für die eigene Praxis übertragen.
Der Workshop wendet sich an Teilnehmer, die Erfahrungen mit Gruppentherapie in der neurologischen Rehabilitation und/oder den Wokshop Nr XY besucht haben.

Kontaktadresse:
Maria Geißler
Hochschule Fresenius
FB Gesundheit
Limburger Straße 2
65510 Idstein
geissler@hs-fresenius.de

 
     
  31 Dr. Ernst de Langen
Was gibts jenseits der Broca- und Wernicke-Area? Das „Netzwerk Sprache“ im Gehirn
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   
Sprachtherapie bei neurologischen Patienten impliziert, dass man durch sein Wirken versucht, eine physiologische Veränderung im geschädigten Gehirn herbeizuführen. Deshalb macht es einen Sinn, etwas über die Organisation sprachlicher Leistungen im Gehirn zu verstehen. Die alte Zentrenlehre (Broca- und Wernicke-Area) muss vor dem Hintergrund neuerer Forschungsergebnisse als überholt betrachtet werden. Sprachliche Kommunikation ist ein dynamischer Prozeß, an dem viele Strukturen im Gehirn netzwerkartig beteiligt sind. Deshalb macht es einen Sinn, nicht nur topologisch (‚wo’) über die Lokalisation sprachrelevanter Strukturen nachzudenken, sondern auch hodologisch, d.h., welche Bahnen (Faserverbindungen) spielen eine wesentliche Rolle.
Der Workshop will – neben einer Auffrischung neuroanatomischer Kenntnisse – anhand einiger (klinischen) Beispiele zeigen, wie wir dieses komplexe und bei weitem noch nicht ganz erforschte System zumindest im Ansatz verstehen können. Wichtig ist es ebenfalls dabei zu überlegen, welchen Nutzen wir aus diesem Wissen für unsere Therapieplanung und die Beratung von Patienten und Angehörigen ziehen können


 
     
  32 Sabine Corsten und Markus Mende
Phonologisch basierte Sprachproduktionsstörungen - Diagnostik und Therapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   

 
     
  33 Dr. Gabriela Barthel
Diagnostik und Therapie von Restaphasie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   
Patienten mit leichten Aphasien bzw. Restaphasien stellen häufig eine besondere Herausforderung für die therapeutische Arbeit dar. Mit bekannten Diagnostikinstrumenten wie zum Beispiel dem Aachener Aphasie Test werden diese Störungen meist nicht oder nur unzureichend erfasst. Ähnlich schwierig gestaltet sich oft die Therapie, da vorhandene Materialien die spezifischen Defizite der Patienten nicht hinreichend berücksichtigen. In dem Workshop werden zunächst einige geeignete Diagnostikverfahren vorgestellt. Darauf aufbauend werden Therapieansätze und -materialien für die Therapie leichter Aphasien erarbeitet und diskutiert.
 
     
  34 Dr. Horst Poimann
Idiolektische Gesprächsführung in der Sprachtherapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (F) Fortgeschrittene mit Berufserfahrung
 
   
Gemeinsam werden im Workshop Kommunikationsstrukturen erarbeitet, die im Umgang mit Aphasikern und deren Angehörigen auf professioneller Seite Sicherheit und effizienten Umgang bieten und den Betroffenen die Chance geben, wirklich verstanden zu werden.


 
     
  35 Ingrid Aichert, Anja Wunderlich
Sprechapraxie - Grundlagen zur Theorie, Diagnostik und Therapie
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   

Einführend wird der Symptomkomplex der Sprechapraxie dargestellt sowie die Abgrenzung von aphasischen und dysarthrischen Störungen vorgenommen. Nach einer Diskussion des Pathomechanismus werden als diagnostische Möglichkeiten die Spontansprachanalyse und ein systematisches Prüfverfahren vorgestellt. Schließlich wird ein umfassender Überblick zu Interventionsmöglichkeiten gegeben.


 
     
  36 Mirko Hiller
Teil 2: Effektives Trachealkanülenmanagement - von der Diagnostik bis zur Dekanülierun und oralen Nahrungsaufnahme sowie pflegerische Aspekte der Trachealkanülenversorgung
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   
Evidenzbasiertes Vorgehen in der Therapie – definiert als gewissenhafte, explizite und vernünftige Anwendung der besten medizinisch-therapeutischen Intervention - spielt eine immer bedeutendere Rolle im klinisch-therapeutischen Alltag.
Evidenz und klinische Erfahrungen sollen Ärzte, Therapeuten und Pflegende unterstützen, optimale klinische Entscheidungen zu fällen und veraltete und widerlegte Ansätze im medizinisch-therapeutischen Vorgehen verhindern.
Nach Schlaganfall ist der Patient von einer Reihe neurologischer Defizite betroffen. Ca. 25% aller Schlaganfallpatienten leiden an einer  Dysphagie. Diese schwere Erkrankung erschwert zudem den Beginn der Sprach- und Sprechtherapie.

Ein Leben mit Trachealkanüle bedeutet für den Patienten einen großen Verlust an Lebensqualität.
Ziel des professionellen Trachealkanülenmanagements ist die Dekanülierung oder zumindest eine optimale Kanülenversorgung. Fehler oder Nachlässigkeiten im Umgang mit Trachealkanülenpatienten können für diesen verheerende gesundheitliche Folgen haben. Effizientes, strukturiertes diagnostisches Vorgehen und Therapieplanung unter Beachtung der aktuellen Studienlage und wissenschaftlichen Erkenntnisse kann das Therapieoutcome und die Rehabilitationskosten maßgeblich beeinflussen.

Dieser Workshop gibt einen umfassenden Überblick zur strukturierten Diagnostik und zum evidenzbasierten Vorgehen in der Therapie von Schluckstörungen, wobei der Focus auf dem aktuellen Stand des klinischen Managements bei tracheotomierten Patienten liegen soll.


Inhalte des Workshops:
-Indikationen für und Risiken bei Tracheotomie
-Wirkungsweise von Trachealkanülen mit und ohne Blockung
-Möglichkeiten der medizinischen Basisversorgung und des Trachealkanülenmanagements
-mögliche Komplikationen
-Indikation zur Dekanülierung – Vorgehensweise
-Wichtige Hinweise zum Überleitungsmanagement
-Beratung von Patienten und Angehörigen

Fallbeispiele des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bis hin zur Dekanülierung, eine große Auswahl an Trachealkanülen sowie ein umfangreiches Sortiment an Hilfsmitteln sollen den Lernprozess unterstützen.
Bezugsadressen, Firmenkontakte und Informationsmaterial werden gestellt.

Kontakt:
Mirko Hiller, MSc / Neurorehabilitation
Logopäde, Schwerpunkt Dysphagie
Böcklinstraße 01
99096 Erfurt
Mail: kontakt@dysphagie-seminare.de

 
     
  37 Eva Schillikowkski und Anke Arnold
Sprachtherapie in der Gruppe in Praxis und Klinik - Wie fange ich an?
 
   
Zielgruppe: Therapeuten - (Z) für beide Zielgruppen (B)/(F) geeignet
 
   
Der Workshop richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Praxis und Klinik gleichermaßen und greift die Forderungen der ICF nach mehr differenzierten Angeboten in der Therapie von Aphasikern, insbesondere nach mehr Aktivität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, auf.
Die Gruppentherapie als ergänzende Therapieform, parallel zur Einzeltherapie, steht im Vordergrund der Betrachtungen. Begriffe wie Gruppenstruktur, Grupendynamik, Gruppenzusammensetzung und Gruppenregeln werden definiert und in den Zusammenhang mit Partizipations- und Funktionszielen gebracht.
Der Workshop soll eine praktische Anleitung bieten, für alle Kolleginnen und Kollegen, welche die Gruppentherapie in den beruflichen Alltag einbeziehen wollen bzw. bereits Erfahrungen mit dieser Therapieform gesammelt haben.

Dabei bietet der Workshop:
-Antworten auf zahlreiche Fragen zu Organisation und Etablierung verschiedener Gruppenangebote,
-Vorschläge zu differenzierten Materialien für verschiedene Gruppenangebote,
-viele Videobeispiele verschiedener Gruppenangebote der Aphasiestation der m&i Fachklinik Bad Liebenstein

 
     
  38 Zeljko Vlahovic
FÄLLT AUS ! * Klangmassage in der neurologischen Rehabilitation * FÄLLT AUS!
 
   
Zielgruppe: Aphasiker
 
   
Peter Hess entwickelte die Klangmassage Anfang der 80er Jahre. Sie ist eine Methode, die aus der Praxis für die Praxis entstanden ist und sich als solche durch die inzwischen millionenfach gemachten Erfahrungen stetig weiter entwickelt und spezifiziert hat. Inzwischen findet sie gezielten Einsatz in Heil- und Heilfachberufen, in Pädagogik, Beratung und Therapie – als eigenständige sowie begleitende Methode.

Forschungen aus Bereichen Musiktherapie, Schwingungsmedizin, Chronobiologie und der Pädagogik weisen auf vielfältige und komplexe Wirkungen hinsichtlich des Einsatzes von Klängen hin.

Die Klangmassage zeichnet sich durch ihren entspannenden, stress- und angstreduzierenden Charakter aus. Die Klänge und Vibrationen stimulieren vor allem über Hör- und Tastsinn Körper und Gehirn. Die vielfältigen Praxiserfahrungen, zum Beispiel in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten, geben Hinweise darauf, dass sich Klänge positiv auf die Neuroplastizität des Gehirns, die Reorganisation bzw. Neuvernetzung neuronaler Verbindungen auswirken. Klänge sprechen über das Limbische System direkt Emotionen an und sind daher ideal als nonverbales Ausdrucks- und Kommunikationsmedium einsetzbar – unabhängig von kognitiven Fähigkeiten. Sie begünstigen zudem das Entstehen emotionaler Resonanz als zentrale Voraussetzung für eine konstruktive und effektive Zusammenarbeit zwischen Therapeut/in und Klient.

Die Klangmassage nach Peter Hess® bietet vielfältige Möglichkeiten der Sinnesschulung und sozialen Interaktion. Bei fachkundigem Einsatz kann diese Methode ein wertvoller Begleiter in den verschiedenen therapeutischen Handlungsfeldern sein. Sie kann gezielt und effektiv in den Bereichen Rehabilitation, Entspannung und Stressbewältigung, Wahrnehmungs- und Lernförderung, Motivations- und Konzentrationssteigerung sowie Persönlichkeitsentwicklung zur Anwendung kommen.

Inhalte und Ziele des Seminars:
-Einführung in die Klangmassage nach Peter Hess®
-Einsatzmöglichkeiten der Klangmassage in der therapeutischen Praxis
-Einbeziehung bestimmter Krankheitsbilder aus der Neurologie und Orthopädie
-Erlernen der Basisklangmassage nach Peter Hess
-Klang und Klangmassage als effektive Entspannungsmethode
-Gezielte Wahrnehmungsförderung und Wahrnehmungsspiele mit Klangschalen
-Steigerung von Konzentration, Motivation und Erlebnisbereitschaft


 
     
  39 Christine Zickler
Musikalisch bewegen mit und ohne Aphasie
 
   
Zielgruppe: Aphasiker und Interessierte
 
   

 
     
  40 Uwe Keller und Cathrin Pfeiffer
LEBEN trotz APHASIE
 
   
Zielgruppe: nur Aphasiker
 
   
Niemand hat das Recht aufzugeben, bevor er nicht alles versucht hat, seine Aphasie zu meistern und dem Leben wieder positiv gegenüber zu stehen.
In der Gruppe werden wir anhand von Beispielen aus dem Aphasiker-Alltag Möglichkeiten aufzeigen und Tipps geben, die uns das Leben wieder lebenswerter machen können.

Ziel: Hilfen, das Leben zu meistern, ja auch geniessen.
 
     
  41 Karen Lorenz
Leben mit Aphasie - Aphasie verstehen
 
   
Zielgruppe: nur Angehörige
 
   

 
     
  42 Tina Kessler
Lach-Yoga – der etwas andere Weg „gut drauf“ zu sein
 
   
Zielgruppe: Aphasiker und Angehörige
 
   

 
     
  43 Kari Bottke
FÄLLT AUS! * Weben mit einer Hand * FÄLLT AUS!
 
   
Zielgruppe: Aphasiker (Achtung: 4-stündig!)
 
   

 
     
  44 Helmut Glogau
Mit Fahrrad und Aphasie durch Europa - Reiseerlebnisse eines aphasischen Weltenbummlers
 
   
Zielgruppe: Interessierte (2-stündig)
 
   

Ein Europareisender, Helmut Glogau, hat alleine mit seinem Fahrrad eine Reise durch Europa unternommen. Zusammen mit seiner Frau berichtet er von seinem Abenteuer, das für ihn eine Art der Krankheitsbewältigung darstellt. Des weiteren liest er aus seinem selbst verfassten Buch „Die Unsprache“. Aphasiker und ihre Angehörigen sind herzlich eingeladen.