VORTRÄGE
Hörsaal

Freitag 2010-03-04

A   09.00 - 09.30   Sara Westen, Rehavista
Vokabularanordnung und Diagnostik – welches Kommunikationssystem kann für wen sinnvoll sein?

Um nicht oder nicht verständlich sprechenden Menschen eine alternative Kommunikation zu ermöglichen, gibt es verschiedene Konzepte, um Bilder oder Begriffe auf Kommunikationsseiten oder Geräten bereitzustellen. Im Alltag unterstützt kommunizierender Menschen zeigt sich jedoch, dass diese häufig nicht genutzt werden. Wo liegen die Gründe dafür? Werden vielleicht lediglich die "falschen" Wörter angeboten? Oder werden die "richtigen" nicht gefunden?

Im Vortrag werden Ideen vorgestellt, wie Vokabular ausgewählt und angeordnet werden kann. Als Hilfestellung für die Auswahl und Anordnung des passenden Vokabulars  und/oder des richtigen Kommunikationssystems wird ein einfacher sprachfreier Diagnostiktest (TASP) vorgestellt.

(Zielgruppe des Vortrags: Für Einsteiger/Anfänger)


    09.30 - 10.00   Tobias Große-Schönepauck, DynaVox
Therapiebegleitende Unterstützung eines 23-jährigen Aphasikers mit einer Kommunikationshilfe im Alltag – Möglichkeiten und Grenzen
 
    10.00 - 10.30   Sabine Ell, DynaVox
Einsatz von kontextreichen Fotos zur Unterstützung in der Kommunikation
 
  PAUSE  
    11.00 - 11.30   Guido Müngersdorff, Phoenix Software
Neue Entwicklungen in der computergestützten Sprachtherapie am Beispiel von LingWare
 
    11.30 - 12.00   Zeljko Vlahovic
Klangmassage in der neurologischen Rehabilitation
 
    12.00 - 12.30   Carsten Freitag, ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Betroffenen- und Angehörigenarbeit der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung




A   9.00 - 09.45 A Anja Zscheile
Verzahnung akuter, rehabilitativer und ambulanter Leistung - Gedanken zu einem Versorgungsmodell für Aphasiker

Inhalt ist, ausgehend von einer Betrachtung bestehender Modelle und Leitlinien (z.B. Stroke Unit, Katalog therapeutischer Leistungen) die Herausarbeitung spezieller Aspekte bei der Behandlung und Betreuung von Aphasikern. Weiterhin sollen mögliche Verzahnungen und Schnittstellen unter Aspekten des Management analysiert und auf Möglichkeiten des GKV-WSG eingegangen werden.
A   9.45 - 10.30 B Berthold Gröne
ICF - Was haben Patienten mit Sprach- und Sprechstörungen davon?
 
  PAUSE  
A   11.00 - 11.45 C Prof. Dr. Walter Huber
Die Primär Progressive Aphasie (PPA) - langsam fortschreitende Sprachstörungen im höheren Lebensalter
 
A   11.45 - 12.45   Podium (Moderation: Dr. Luise Springer)
Therapieschwerpunkt: Wiederherstellung der Sprachfunktionen oder Förderung der kommunikativen Teilhabe?

Achtung: 60 Minuten!

  B 09.00 - 09.45 D Michael Götz
Die Stellung von Menschen mit Aphasie in der Rechtsordnung - Teilhabe am Rechtsverkehr, Diskriminierung, Integration
 
  B 09.45 - 10.30 E Dr. Martin Danner
Gesundheitspolitik nach der Wahl - für Aphasiker eine Qual?
 
  PAUSE  
  B 11.00 - 11.45 F Dr. Johannes Wilkens
Der Einsatz von Homöopathie bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen
 
  B 11.45 - 12.30 G Dr. Andreas Winnecken
Alltagstherapie im Rahmen einer evidenzbasierten Aphasiebehandlung (Aphasie-Zentrum Josef Bergmann, Vechta)

ACHTUNG ÄNDERUNG:

Der angegebene Vortrag ersetzt den ursprünglich vorgesehenen Beitrag von Barbara Miertsch "Sprachstörung nach Schlaganfall bei Mehrsprachigkeit".


Hörsaal

Samstag 2010-03-05

    09.00 - 09.30   Dr. Gudrun Klingenberg, Neurologische Klinik Bad Aibling
Neue Spezialstation für die Behandlung von Menschen mit Aphasie
 
    09:30 - 10:00   Benedikt Preisler, Firma Prowalk
Neue Wege in der orthetischen Versorgung (Schienenversorgung) bei Fußhebeschwäche und eingeschränkter Handfunktion nach Schlaganfall
 
    10:00 - 10:30   Martin Mütsch, Optikermeister
Visuelle-motorische-Verbesserung durch Spezialbrille (VMV) mit anschließender Präsentation
 
    10:30 - 11:00   Bernd Simon, MediClin Reha-Zentraum Roter Hügel
Sprachkur im MediClin Reha-Zentrum Roter Hügel - ein spezielles Angebot für Langzeitaphasiker
 
A   09.00 - 09.45 H Xandi Schütz
Angehörige in die Aphasietherapie einbeziehen: Warum, Wann und Wie?
 
A   09.45 - 10.30 I Andrea Fahlböck
Tabus und Stigmatisierung bei Aphasie
 
  B 09.00 - 09.45 J Silvia Jaretzki
Arbeit mit maltherapeutischen Mitteln in der Selbsthilfegruppe und in der Behindertenarbeit
 
  B 09.45 - 10.30 K Ulrike Steinhöfel, Dr. Andreas Winnecken
Aphasie und Alltag - Erfahrung einer Betroffenen

Referenten:
Ulrike Steinhöfel
Dr. Andreas Winnecken

Ein normaler Tag ist in der Regel ohne Sprache nicht denkbar. Wir achten nicht darauf, wie oft wir an einem Tag unsere Sprache einsetzen, wie oft uns Worte, Sätze, Gelesenes oder Geschriebenes durch den Tag begleiten.
Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass unsere Sprache hochautomatisch funktioniert.
Was passiert aber,wenn uns unsere Sprache im Stich lässt und wir nicht mehr in der Lage sind, auf alles adäquat zu antworten, Dinge präzise zu erfragen, zu erlesen und/oder in Schriftform auszudrücken?

Ulrike Steinhöfel, seit 14 Jahren von einer Aphasie betroffen, erzählt uns von der Ver änderung im Alltag, wenn die Sprache streikt und uns nicht mehr, wie gewohnt, durch den Tag begleiten kann.
Unterstützt wird Ulrike Steinhöfel von Dr. Andreas Winnecken, Koordinator für Entwicklung&Konzept im Aphasie-Zentrum Josef Bergmann, Vechta-Langförden, der kurz in das Thema einführt und dann in einem geführten Interview die Betroffene in dem, was sie vortagen möchte, unterstützt.
  PAUSE  
A   11.00 - 12.00   Podium (Moderation: Prof. Dr. Walter Huber)
Tabus bei Aphasie